Auf einen Blick
Salesforce und SAP sind führend auf dem weltweiten Software-Markt, fokussieren jedoch zwei unterschiedliche Kerngeschäfte.
Während Salesforce sich ausschließlich auf CRM-Systeme konzentriert, setzt SAP im Kerngeschäft auf ERP-Lösungen.
Salesforce bietet sein cloudbasiertes CRM-System als Baukastensystem an, in dem verschiedene Module einzeln lizensiert werden können.
SAP ergänzt sein ERP-Portfolio mit SAP CX um CRM-Funktionen – in der Cloud und On-Premise.
Kunden können Salesforce und SAP dank zahlreicher Schnittstellen kombinieren und die Vorteile beider Systeme nutzen.
Salesforce vs. SAP: Einführung
Salesforce und SAP sind zwei Riesen auf dem Markt der Geschäftssoftware. Aber was zeichnet die beiden eigentlich aus?
Salesforce setzt den Fokus auf ein cloudbasiertes Customer-Relationship-Management(CRM)-System und bietet als Marktführer ein leistungsstarkes Portfolio in diesem Bereich. Im Kontext der Digitalisierung gewinnen seine Produkte immer mehr Relevanz.
SAP hingegen bietet im Kerngeschäft das Enterprise-Resource-Planning(ERP)-System SAP S4/HANA, das als On-Premise- oder Cloud-Lösung weltweit genutzt wird. Dieses Portfolio ergänzt SAP mit den CRM-Funktionen der SAP Customer Experience Suite (SAP CX).
Die Vorteile von Salesforce
Cloudbasiertes CRM-System
Viele Möglichkeiten zur Individualisierung
360-Grad-Blick auf Kunden
Flexible Schnittstellen
Agentforce: Innovativer Einsatz von KI
Regelmäßige Updates
Salesforce und seine Vorteile im Detail
Das US-amerikanische Unternehmen Salesforce bietet seit 1999 ein leistungsstarkes und flexibles CRM-System an. Dieses steht Nutzer:innen als Software as a Service (SaaS) auf einer zentralen Cloud-Plattform zur Verfügung.
Die Plattform sammelt und überwacht relevante CRM-Daten für präzise Analysen und fundierte Entscheidungen. Zahlreiche Anwendungen und Tools können je nach Anforderungen des Unternehmens flexibel zusammengestellt und immer wieder angepasst werden. Damit eignet sich Salesforce für jede Unternehmensgröße vom kleinen Start-up bis zum großen Unternehmen und für sämtliche Branchen.
Sie unterstützt die Zusammenarbeit in Vertrieb, Marketing und Service, sodass die Teams sich uneingeschränkt auf ihre Kunden konzentrieren können. Besonders für komplexe Vertriebsstrukturen und große Marketingabteilungen kann sie mit intelligenten Lösungen punkten.
Individuelle, autonome KI-Agenten von Salesforce Agentforce sowie prädiktive und generative Künstliche Intelligenz (KI) von Salesforce Einstein reichern das CRM-System weiter an.
Für wen ist Salesforce geeignet?
Unternehmen jeder Größe
Alle Branchen
Innovationstreibende Unternehmen
Komplexe Vertriebs- und Marketingprozesse
Teams, die flexible Module benötigen
International tätige Unternehmen
Die Vorteile von SAP
Erfahrung als ERP-Marktführer
International und in vielen Branchen genutzt
Verschiedene Module als Paket
Arbeit auch im Offline-Modus
Einfache Integration in ERP-Landschaft
Schnittstellen zu anderen Systemen
SAP und seine Vorteile im Detail
SAP wurde 1972 in Baden-Württemberg gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Softwareherstellern. Das Kerngeschäft bildet die ERP-Lösung SAP S/4HANA. Sie wird als Lizenzsoftware bereitgestellt und bietet Nutzer:innen spezialisierte Module für Bereiche wie Finanzen, Logistik oder Personal.
Sein Produktportfolio ergänzt SAP mit CRM-Anwendungen aus der SAP CX Suite. Mit ihnen lassen sich Prozesse im Marketing, Vertrieb, Kundenservice und E-Commerce optimieren und automatisieren.
SAP CX kann über zahlreiche Schnittstellen in bestehende Systeme integriert werden – sowohl in SAP- als auch Fremdsysteme. Die Integration in SAP S/4HANA gestaltet sich jedoch ungleich leichter. Das ist besonders für Organisationen interessant, die dort bereits etablierte, komplexe Unternehmensstrukturen abbilden.
SAP bietet seine Lösungen in der Cloud und als On-Premise-Software für Unternehmen, die ihre eigene IT-Infrastruktur nutzen wollen, an.
Für wen ist SAP geeignet?
Mittlere und große Unternehmen
Organisationen mit etablierten Prozessen
Komplexe Unternehmensstrukturen
Nutzer:innen mit Offline-Anforderungen
Maßgeschneiderte Lösungen
Unternehmen mit On-Premise-Bedarf
CRM-Lösungen von Salesforce und SAP im Vergleich
Merkmale | Salesforce | SAP CX |
---|---|---|
Ganzheitliches CRM-Angebot | Ja | Nein |
Künstliche Intelligenz | Ja | Ja |
Intuitive Nutzeroberfläche | Ja | Eingeschränkt |
Konfigurationsmöglichkeiten | Ja | Ja |
Integrationsmöglichkeiten | Ja | Ja |
Datensicherheit & Systempflege | Ja | Eigenverantwortlich |
Cloud | Ja | Ja |
On-Premise | Nein | Ja |
Offline-Modus | Eingeschränkt | Ja |
Transparentes Preismodell | Ja | Nein |
Wie nutzen die CRM-Systeme Künstliche Intelligenz?
Funktionen in sein CRM-System ein. Sie automatisieren Prozesse, übernehmen Routineaufgaben und assistieren den Nutzer:innen mit Auswertungen in Echtzeit und intelligenten Empfehlungen.
Auch SAP setzt KI für umfassende Analysen, Automatisierungen und Vorhersagen ein, bringt aber nicht so viel Erfahrung im CRM-Umfeld wie Salesforce mit.
Wie sind die Benutzeroberfläche und Anpassungsfähigkeit?
Salesforce hebt sich von anderen CRM-Systemen durch eine intuitive Benutzeroberfläche und eine hohe Anpassungsfähigkeit ab. Während Standardanpassungen einfach und oft ohne Programmierkenntnisse möglich sind, lassen sich mithilfe der JAVA-ähnlichen APEX-Programmiersprache komplexere Anpassungen direkt auf Code-Ebene umsetzen.
Dem gegenüber steht SAP. Seine Produkte können noch flexibler konfiguriert werden, was jedoch mit höherer Komplexität einhergeht. Dadurch werden sie oft als weniger nutzerfreundlich wahrgenommen und erfordern mehr Fachwissen, um sich zurechtzufinden.
Wie kompatibel sind die CRM-Systeme?
Salesforce bietet umfangreiche Optionen zur Integration mit Drittsystemen. Point-to-Point-Integrationen können sowohl unidirektional als auch bidirektional eingerichtet werden. Die Integrationsmöglichkeiten lassen sich durch Middleware wie MuleSoft erweitern.
Für eingehende Callouts stehen standardisierter API-Typen bereit, die sich dank der cloudbasierten Struktur leicht ansprechen. Bei Bedarf können benutzerdefinierte Schnittstellen, zum Beispiel mit APEX, implementiert werden.
Ausgehende Callouts werden über HTTP-Aufrufe realisiert und lassen sich mithilfe von APEX flexibel gestaltet. Diese Integrationen laufen direkt in derselben Cloud-Instanz und ermöglichen die nahtlose Kommunikation mit externen APIs.
Die Integration homogener Systeme ist bei SAP in der Regel unkompliziert. Für die Anbindung heterogener Systeme ist aber meist eine Middleware notwendig.
Wie steht es um Datensicherheit und Systempflege?
Für Salesforce sind sämtliche Daten und Prozesse in der Cloud gesichert, was den administrativen Aufwand reduziert und leistungsstarke Server im Unternehmen überflüssig macht.
Entgegen häufigen Befürchtungen wird die Datensicherheit bei Salesforce als sehr hoch eingestuft, da strenge Sicherheitsprotokolle implementiert sind. Systemwartungen und regelmäßige Updates erfolgen automatisiert und stehen allen Anwender:innen zur Verfügung.
Auch SAP bietet in der Cloud hohe Sicherheitsstandards und regelmäßige Updates, die teilweise flexibel terminiert werden können. Die On-Premise-Lösung von SAP fordert hingegen eine leistungsstarke IT-Infrastruktur sowie eigenverantwortliche Systempflege und Wartung durch das Unternehmen. Das beeinflusst sowohl Kosten als auch Komplexität deutlich.
Was kosten die CRM-Systeme?
Salesforce und SAP konzentrieren sich auf unterschiedliche Kerngeschäfte. Das hat Einfluss auf die Kostenmodelle.
Das CRM-System von Salesforce steht als SaaS gegen eine jährliche Gebühr im Abomodell zur Verfügung. Die Wahl der Cloud-Lösungen, der Funktionsumfang und die Anzahl der Nutzer:innen beeinflussen dabei den Preis.
Die Kosten für SAP CX lassen sich hingegen nicht pauschal festlegen. Sie variieren je nach Bereitstellungsmodell, Unternehmensgröße und Anpassungsumfang von Kunde zu Kunde. Für Cloud-Lösungen bietet SAP ähnlich wie Salesforce Abomodelle an. On-Premise-Installationen umfassen häufig einmalige Lizenzkosten mit zusätzlichen Wartungsgebühren.
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Salesforce CRM und SAP ERP: Zwei Marktführer vereint?
Salesforce muss keinesfalls als SAP-Konkurrenz verstanden werden. Vielmehr können Unternehmen die Stärken beider Anbieter nutzen, indem sie die CRM-Lösung von Salesforce mit dem ERP-System von SAP kombinieren.
Mit der richtigen Integration über eine Middleware wie MuleSoft wird der bidirektionale Datenaustausch in Echtzeit ermöglicht – zum Beispiel für Kundendaten, Auftragsstratus, Rechnungen oder Produktinformationen.
Salesforce verbessert die Kundeninteraktion in Vertrieb, Marketing und Kundenservice, während das SAP ERP Informationen zum Beispiel aus der Buchhaltung, der Logistik oder der Produktionsplanung ergänzen kann. So können Unternehmen neue Synergien schaffen und das größte Potenzial aus beiden Systemen schöpfen, um Ihre Geschäftsprozesse zu optimieren.