Responsible Retail

Der Nachhaltigkeits-Trend, der sich seit geraumer Zeit durch verschiedenste Industrien und Branchen bahnt, macht auch vor dem Einzelhandel nicht Halt. Der Megatrend kam schleichend, und doch stetig. Heute ist das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum fast vollständig in der Gesellschaft angekommen.

Konsum JA, aber nachhaltig!

Im Bewusstsein von Verbraucher*innen bildet sich ein neues Werte-Set, das nicht nur im Einzelhandel zu finden ist, sondern in jeden Bereich unseres Alltags hineinreicht. Den Auswirkungen dieser „Neo-Ökologie-Bewegung“ müssen sich Einzelhändler*innen bewusst sein. Denn Kaufverhalten und -entscheidungen werden oft dadurch beeinflusst, wie nachhaltig ein Unternehmen ist, ob es überhaupt eine Nachhaltigkeitsstrategie hat und wie transparent und authentisch es in Ethik- und Umweltfragen wirkt.

Es sind also vor allem die Verbraucher*innen, Ihre Kund*innen, die den Wandel zur Nachhaltigkeit, zu einem „Responsible Retail“ vorantreiben.

Der Weg ist das Ziel

Die wohl anspruchsvollste Hürde, vor der Sie dabei stehen, ist: Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen. Sie müssen nicht nur Ihre komplette Lieferkette transparent machen, sondern Ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch sichtbar und messbar machen.

Mit der richtigen Strategie behalten Sie nicht nur Bestandskund*innen, sondern gewinnen auch Neukund*innen dazu. Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit müssen in diesem Zuge als Symbiose gedacht werden. Die eine Thematik schließt die andere nicht aus, sondern vervollständigt sie. Man könnte sogar sagen – eine Nachhaltigkeitsstrategie lässt sie nicht nur im Wettbewerb weiterhin mitmischen, sondern bringt sie langfristig an dessen Spitze!

Eines ist aber klar: Es gibt keine Alternative

Von dem „Trend-Gedanken“ müssen sich Einzelhändler*innen heute aber schnell verabschieden. Was mit einem Nachhaltigkeits-Hype startete, ist heute Pflicht. Zu sagen, es gäbe keine Alternative, mag hart klingen. Doch es ist die Wahrheit! Die Zahlen sprechen für sich.

Vor allem im Onlineshopping zeigt sich anhand der folgenden Studienergebnisse des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln), wie viel Wert Kund*innen auf Responsible Retail legen:

  • 81 % der Befragten befürworten die Bewerbung von besonders langlebigen, ergiebigen oder sparsamen Produkten
  • 78 % der Befragten sind für die Einsparung von überflüssigen Verpackungsmaterialien
  • 63 % finden es gut, darauf hingewiesen zu werden, dass die Bestellung des gleichen Artikels in mehreren Größen oder Farben die Umwelt belastet

Wie akut Ihr Handlungsbedarf ist, zeigt eine weitere Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE 2020): In einer Befragung verschiedener Handelsunternehmen gaben 57 % der Befragten und somit mehr als die Hälfte an, in den kommenden drei Jahren die Investitionen in Nachhaltigkeit – trotz der Pandemie – zu steigern.

Und zuletzt geht aus dem Connected Shoppers Report von Salesforce hervor, dass 56 % der befragten Käufer*innen angeben, dass ihnen Nachhaltigkeit und ethische Geschäftspraktiken heute wichtiger sind als noch vor einem Jahr.

Vier Säulen

Wir möchten Ihnen nun vier Säulen vorstellen, auf die Sie sich als Einzelhandelsunternehmen konzentrieren sollten, um den Ansprüchen von Verbraucher*innen, Lieferant*innen, Investor*innen etc. gerecht zu werden.

  1. Nachhaltigkeitsstrategie

Ohne eine Strategie geht gar nichts. Ideen und Vorschläge sind zwar gut. Wirklich effizient wird eine Nachhaltigkeitsstrategie aber durch festgelegte Ziele und eine kontinuierliche Überwachung zur Erreichung dieser Ziele. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie und langfristige Wettbewerbsfähigkeit und -führerschaft werden die Folge sein. Dabei muss die Nachhaltigkeitsstrategie zur gesamten Unternehmensstrategie hinzugedacht werden.

  1. Kreislaufwirtschaft

Bei der Kreislaufwirtschaft handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Fokus auf profitablem und gleichzeitig nachhaltigem Arbeiten. Eine Kreislaufwirtschaft (englisch circular economy) ist demnach ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden. Ziel ist es, erneuerbare Rohstoffe und Energien zu bevorzugen, den Produktionsausschuss zu reduzieren und Nebenprodukte sowie Abfälle während der Produktion zu vermeiden.

  1. Nachhaltige Lieferketten

Denken Sie über den Tellerrand hinaus – „out oft he box“. Denn die Verantwortung, die Einzelhändler*innen tragen, geht weit über Kund*innen und Lieferant*innen hinaus. Nachhaltigkeit muss also über die gesamte Lieferkette Ihres Produktes hinweg sichergestellt werden. Ein Beispiel hierfür ist der Ausschuss in der Lieferkette. Diesen gilt es zu minimieren – denn viel zu oft werden Produkte vernichtet, weil sie gewissen Qualitätsstandards nicht genügen oder es eine Änderung in der Produktion gibt. Verbinden Sie sozial verträgliche, faire und ökologisch sensible Standards entlang Ihrer gesamten Lieferkette.

  1. Transparenz

Dieser Punkt spricht für sich. Und doch muss er erwähnt werden. Was leicht klingt, ist in der Umsetzung aber umso schwieriger. Zum einen brauchen Unternehmen selbst Klarheit, wie sich die oben erwähnte Nachhaltigkeitsstrategie auf Umsatz, Gewinn und Markenwert ausübt. Mit rein finanziellen Kennzahlen kommen Sie hier aber schnell an die Grenzen. Erweitern Sie Ihre KPIs dahingehend. Zum anderen wollen Ihre Stakeholder ehrlich über solche Entwicklungen informiert werden. Denken Sie an Greenwashing als Worst Case. Berichten Sie offen und ehrlich über Ihre Nachhaltigkeitsziele und wie Sie diese erreichen wollen.

Der Impact ist nur so stark wie seine Partner

Wie können Sie nun all diese Punkte in die Tat umsetzen? Wo anfangen, wo aufhören?

Die erste Antwort auf diese Frage lautet: Nicht alleine! Denn Ihr Impact wird umso stärker, wenn Sie Unterstützung von Expert*innen einholen. Niemand erwartet, dass Sie diese „Mammut-Aufgabe“ alleine stemmen. Wenn Sie aktuell auf der Suche nach einem Partner sind, der Sie hierbei unterstützen soll, melden Sie sich gerne hier unverbindlich für ein erstes Kennenlernen.

Die zweite Antwort lautet: Mit Salesforce! Die weltweit führende CRM-Plattform hat eine Cloud-Lösung entwickelt, die Sie bei Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt und Ihnen dabei hilft, Ihre CO2-Emissionen zu verringern.

Die Salesforce Sustainability Cloud

Die Cloud hilft dabei, Dinge wie den Energieverbrauch des Unternehmens, Reisegewohnheiten, -aktivitäten und vieles mehr zu messen und diese Messungen mithilfe von Salesforce Einstein Analytics in reale Daten umzuwandeln, die die Höhe der verursachten Kohlenstoffemissionen zeigen. Somit erhalten Sie im Handumdrehen Einsicht in Ihre CO2-Daten und Umwelteinflüsse. Diese können beliebig nach Regionen, Standorten oder weiteren Kriterien gefiltert und anhand von Berichten und Dashboards visualisiert sowie verfolgt werden.

Mit modernsten Analytics-Funktionen können Einzelhändler*innen also ihren Energieverbrauch

Für weitere Informationen zur Salesforce Sustainability Cloud klicken Sie hier.

Letztlich tragen Sie Verantwortung für Verbraucher*innen, Mitarbeiter*innen, Partner*innen und Investor*innen und den Planeten. Umweltbewusstsein und Konsumverhalten sind für Verbraucher*innen und Mitarbeiter*innen wichtiger denn je. Ihnen gegenüber verantwortlich zu sein, bedeutet demnach auch, dem Planeten gegenüber verantwortlich zu sein. In einer Welt mit endlichen Ressourcen muss die Geschäftsstrategie (mitunter) auf Nachhaltigkeit beruhen. Und das über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

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